 |
Tansanit
 |

|

berühren Sie das Bild um zu vergrößern
|
|
 |
Das Stichwort Afrika lößt bei den
Meisten Menschen ein Bild von wilden Tieren aus. Wer denkt da schon an Edelsteine ? Und
doch ist ein afrikanisches Land sogar Namensgeber für ein bezauberndes Mineral. Es geht
um den leuchtend blauen Tansanit, der von einem geheimnisvollen purpurfarbenen Hauch
umgeben ist, er hat seit seiner Entdeckung viele Freunde dazugewonnen. Etwas zu
besitzen, was nicht jeder hat, ist seit jeher eines der wesentlichen Kriterien für die
Wertschätzung edler Steine, und so hat der südlich des Äquators liegende
ostafrikanische Staat Tansania heute für Kenner einen besonderen Klang.
Tansanit ist allerdings kein neues Mineral, sondern eine besondere farbliche
Varietät des Zoisit, die bisher nur in Tansania gefunden wurde.
Fachmineralogen haben den Namen, den der New Yorker Juwelier Tiffany für die
wunderbare Abart vorschlug, bis heute nicht anerkannt, aber für Edelsteinliebhaber ist er
ein so fester Begriff geworden, daß ihnen die Bezeichnung "blauer Zoisit" fast
profan vorkäme. Nicht umsonst hat Louis Comfort Tiffany in der Juwelenwelt einen ähnlich
rumreichen Namen wie die St. Petersburger Firma Faberge`.
Es war 1967 als die Fachwelt den Atem anhielt, als in Tansania die ersten
durchsichtigen saphir- bis ultramarinblauen Kristalle ans Tageslicht kamen. Das
ungewöhnliche Vorkommen befindet sich in den Merelani Hills bei Arusha im Norden des
Stattes. Metamorphe Schiefer, Gneise und Quarzite haben hier auf einer weiten Ebene
markante Inselberge geschaffen. In diesen eigenartigen Erhebungen lagern die Tansanit in
kleinen Körnern verstreut, mitunter aber auch in betrachtlichen Kristallen bis zu 220
Gramm Gewicht in Pegmatitlinsen.
Die Ursache der blauen Farbe, die gelegentlich, besonders bei helleren Steinen, ins
Amethyst-Violett überspielt, ist bis heute noch nicht sicher entschlüsselt. In späteren
Jahren wurden in Tansania übrigens auch klare braune, rotviolette, grüne und farblose
Zoisite gefunden. Selbst von einem kräftigen blauen Katzenauge wird berichtet. Die Härte
des Tansanit kommt knapp an die des Quarzes heran. Der Tansanit ist auch auf Grund seiner
vollkommenen Spaltbarkeit schwierig zu schleifen.
Was macht diesen Stein eigentlich so begehrt, daß selbst Überbewertungen nicht
ausgschlossen sind. Es ist bei relativ hoher Lichtbrechung die Farbe in ihre besonderen
Konstellation. Der Tansanit zeigt sich nämlich nicht nur in strahlendem Blau, was anfangs
zu dem Versuch führte, ihn als "Meru-Saphir" in den Handel zu bringen, sondern
er ist so pleochroitisch (mehrfarbig je nach Richtung im Kristall), daß er als Zweitfarbe
Purpur zart mit aufscheint, wenn ein Schmuckstück bewegt wird. Mit speziellen optischen
Geräten kann man sogar neben Saphirblau und Purpur als dritte Farbe ein Gellb bis
Grünbraun sichtbar machen. Es gibt nur fünf Edelsteine, die gleichermaßen auffallend
dreifarbig (trichroitisch) sind. So braucht man also nicht lange nach dem Grund für die
Exklusivität des Tansanits zu suchen. |
Tuerkis
 |

|

berühren Sie das Bild um zu vergrößern
|
|
 |
Der Name bedeutet "türkischer
Stein", es werden zwar in derTürkei keine Türkise gefunden, seine Handelswege
führten früher aber über Konstantinopel, das heutige Istanbul.
Der Türkis war schon in den alten Hochkulturen ein beliebter Schmuckstein. Eine
wirklich reine blaue Farbe ist selten, er ist meist von braunen ( Limonit- ), dunkelgrauen
( Sandstein- ) oder schwarzen ( Jaspis- oder Psilomelan- ) Adern durchsetzt. Teilweise
findet man auch Verwachsungen mit Malachit und Chrysokoll. Im Gegensatz zu vielen anderen
Steinen schlägt beim Türkis unter Wärmeeinfluß (250°C) sein begehrtes Himmelblau in
ein unansehnliches Grün um. Auch unter Einfluß des Lichtes, des Hautschweißes, von
Ölen und Kosmetika sowie bei Verlust der natürlichen Feuchtigkeit ist eine negative
Farbänderung möglich. Deshalb sollte man Türkisringe beim Händewaschen unbedingt
abmachen.
Durch Polieren wird die natürliche Farbe verstärkt. Um die Steine zu härten legt
man sie in ein Oel oder Paraffinbad oder die vorhanden Poren werden mit Plastikmasse
verschlossen.
Erste Fundstätten im Sinai wurden schon 4000 v.Chr. ausgebeutet. Damals trug man
ihn genau wie heute als Schmuckstein oder als Amulett. Teilweise wurden auch kleinere
Steine Zermalen und als Schminkfarbe verwendet.
Man findet ihn in dichten Massen als Spaltenfüllung, traubigen Überzug oder als
Knollenartiges Gewächs. Die Mächtigkeit der Türkisbänder geht bis zu 20 mm.
Lagerstätten mit den besten Qualitäten findet man im nordöstlichen Iran bei Nischapur.
Hierbei spricht man dann vom "Persischen Türkis". Weitere Fundorte gibt es in
Afghanistan, im östlichen Australien, China ( Tibet ), in Israel, Tansania und in den
südwestlichen USA. |
Turmalin
 |

|

berühren Sie das Bild um zu vergrößern
|
|
 |
Kein Edelstein zeigt solchen
Farbenreichtum wie der Turmalin. Obwohl er schon in der Antike im Mittelmeerraum
bekannt war, führten ihn Holländer erst 1703 von Ceylon in Europa ein. Sie gaben den
neuen Steinen den singhalesischen Namen "turamali", dessen Grundbedeutung aber
unbekannt geblieben ist. Einfarbige Turmaline sind ziemlich selten. Oft gibt es am
gleichen Kristall unterschiedliche Töne oder auch verschiedene Farben. Der Volksmund
bezeichnet fast farblose Turmaline mit schwarzem Kristallende als "Mohrenkopf",
grüne mit rotem Ende als "Türkenkopf". Häufig findet man bei Turmalinen auch
eine schichtweise Änderung der Farbgebung. Aus Brasilien kommen Steine, deren Kern rot,
die Innenhülle weiß und die äußere Schicht grün ist. Bei südafrikanischen Steinen
ist das Innere grün und die Hülle rot. Besonders eindrucksvoll sieht man die Vielfalt
der bei Turmalinen auftretenden Farben und Färbungen bei einer quergeschnittenen und
polierten Scheibe.
Auch bei Turmalinen findet man den sogenannten "Katzenaugeneffekt" in den
verschiedensten Farben, aber nur bei den grünen und rosa Varietäten ist der
Lichtstreifen scharf. In jüngster Zeit treten anstelle von Varietätennamen häufig
Farbbezeichnungen zum Wort Turmalin, z.B. Gelber Turmalin, Grüner Turmalin oder Rosa
Turmalin.
Durch Erhitzen und anschließende Abkühlung sowie beim Drücken bzw. Reiben eines
Turmalins wird der Kristall elektrisch aufgeladen. Er zeigt dann an einem Ende eine
positive, am anderen eine negative Ladung und zieht Staubteilchen wie auch kleine
Papierschnitzel an ( Pyro- und Piezoelektrizität). Die Holländer, die den Turmalin
erstmals nach Europa brachten, kannten diesen Effekt. Sie zogen mit dem erwärmten
Turmalin die Asche aus ihren Meerschaumpfeifen und nannten diesen sonderbaren Stein
"Aschentrekker"- (Aschenzieher). Lange Zeit war dieser Begriff auch der echte
Name für den Turmalin. Durch Erhitzen eines Steines auf 450-650°C ist eine geringfüge
Farbänderung möglich, grüne Turmaline erhalten eine Smaragdfarbe, rötlichbraune ein
leuchtendes rot. Neuerdings sind auch synthetische Turmaline auf dem Markt erhältlich.
Ergiebigste Lagerstätten hat neben Ceylon und Madagaskar vor allem Brasilien.
Mozambique liefert gute rote und zweifarbige Steine. Desweiteren findet man Lagerstätten
in Afghanistan, Angola, Australien, Birma, Indien, Nigeria, Sambia, Simbabwe, Namibia,
Tansania, Thailand, Rußland und den USA. In Europa gibt es Turmaline auf Elba und in der
Schweiz. Von allen gefundenen Turmalinen sind die Rosa, intensiv Roten und Grünen Steine
die begehrtesten. |
|
|
 |
Nach einer polynesischen Legende
wurde vom Gott des Friedens "Oro" die schwarzlippige Perlauster den Menschen
geschenkt. Im 18. Jahrhundert bis 19. Jahrhundert wurde aus dem dunkelgrauen bis
schwarzem Perlmutt der Muschel "pinctada margaritifera" Knöpfe in
Europa hergestellt. Nach intensiven Raubbau wurde Anfang 1900 die Förderung stark
reglementiert.
Die Perlenzucht der Tahitie-Zuchtperlen wie wir sie heute schätzen wurde erst vor ca. 20
Jahren begonnen, und vor ca. 10 Jahren kamen größere Qualitäten bis 16 mm auf den
Markt.
Die für die Perlzucht benötigten Auster werden in geschützten Lagunen gezüchtet, oder
es werden geeignete Muschelgitter ins Meer gehängt, an denen sich natürliche
Muschellarven ansiedeln. Nach ca. 18 Monaten erreichen diese eine Größe bis zu 15 cm.
Dieses Alter erreichen nur ca. 50 % der Jungtiere. Nun wird ein gedrechselter Perlmuttkern
aus einer Mississippi Süßwassermuschel mit einem Stück Epithel in die Keimdrüse der
Auster operiert. In den folgenden 18 - 30 Monaten bildet die Auster das Perlmutt um den
Perlkern. Nach der Operation stoßen ca. 25% der Austern den Kern wieder ab, oder sterben.
Um eine schöne Qualität der Perle zu erzielen, wird die Auster alle 4 Wochen geputzt und
von Algen und Parasiten befreit. In den kühleren Monaten bis Dezember erfolgt dann die
erste Ernte. Hierbei werden Austern welche runde Zuchtperlen produzierten, erneut mit
einer Perlmuttkugel operiert. Etwa ein Drittel aller gewonnener Zuchtperlen aus einer
Ernte sind für den Perlhandel brauchbar. Davon sind nur ca. 2% der Perlen von
makelloser Qualität. Die Tahiti-Zuchtperlen werden bis auf einige Ausnahmen nur in
französisch Polynesien, und auf den Fidschi-Inseln gezüchtet. Da diese Muschel
wesentlich mehr Perlmutt absondert als die Akoya Auster, reicht eine Beschichtungszeit von
2 bis 2,5 Jahren aus. Die Größe der Zuchtperlen beträgt 8 - 18 mm. Die
Perlenschicht beträgt 1,5 - 3mm. Das Farbspektrum reicht vom häufigen Anthrazit mit
seinen verschiedenen Nuancen bis zu Gold und champagnerfarbenen Farbtönen. Am teuersten
ist die "peacock- color" die in allen Regenbogenfarben schillert, danach
kommt das aparte Grünschwarz und die Grautöne. Sehr selten werden weiße Tahiti
Zuchtperlen gefunden. Die Farben lassen sich bei der Züchtung noch nicht beeinflussen.
Es wird vermutet, dass Schwankungen der Wassertemperatur und Spurenelemente im Wasser
maßgeblich zur Farbgebung mit beitragen.
Nach aktuellen Berichten können erfahrene Perloperateure durch die Auswahl von
entsprechendem Epithelmaterials nun die Farbe der Perle beeinflussen. |
|

|