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Saphir

Saphire


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Der blaue Saphir (gr.blau) und der Rubin sind mineralogische Brüder, die sich nur in ihrer Farbe unterscheiden. Das beruhigende, tiefe Kornblumenblau des Saphirs begeistert die Menschheit seit Jahrtausenden.In der Antike- und teilweise bis ins Mittelalter hinein- verstand man unter Saphir meist den heutigen Lapislazuli. Blau ist wohl die bekannteste Farbe dieses prächtigen Edelsteins, doch die Saphire gibt es auch in zartem bis intensivem Pink, in Goldgelb und Orange, in Purpur- und Grüntönen oder farblos. Neben dem für Schmuckzwecke eindeutig bevorzugten blauen Saphir wird auch der aus Ceylon kommende rötlich-gelbe bis orangefarbene "Padparadscha" als Ring oder Anhängerstein gearbeitet, der als kostbar, weil sehr selten, gilt.  Saphire werden seit dem Altertum hoch geschätzt- eine Zeitlang glaubte man sogar, der Himmel selbst sei ein riesiger Saphir, in dem die Erde ruhe. Der Mensch wünschte sich seit jeher als Symbol für Schönheit und Reichtum einen Saphir in absolut reiner Farbe. Doch wie auch andere Meisterwerke der Natur, so sind auch solch makellose Saphire sehr selten. Deshalb werden die meisten Saphire seit altersher erhitzt, was die Farbe intensiviert und die Reinheit dauerhaft erhöht. Die erhitzten Saphire sind erschwinglicher als die wenigen, von Natur aus perfekten Saphire.
Die Härte entspricht der des Rubins. Durch die Einlagerung von Rutilnadeln erhält der Saphir einen seidigen Glanz, in größeren Mengen eingelagert kommt es dann zu einem Katzenaugeneffekt oder einem sechstrahligen Stern. Andere Auffassungen sagen es seien im Gegensatz zum Rubin keine Rutilnadeln, die den Asteroismus hervorbringen sondern sich in drei Richtungen kreuzende Hohlkanäle.
Die gegenwärtig bedeutendsten Saphir-Lagerstätten liegen in Australien, Birma, Ceylon und Thailand. Kleinere sind in Brasilien, Kambodscha, Kenia, Simbabwe, Nigeria und Tansania. Vereinzelt wurden auch in Finnland Sternsaphire gefunden.

 

Smaragd

Smaragd


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Der Smaragd mit seiner magischen Anziehungskraft symbolisiert für viele Kulturen die Wiedergeburt und das Leben in seiner ganzen Fülle. Seine satten, kühlen Grüntöne erinnern an das Erwachen der Natur im Frühling und künden von neuen Hoffnungen und Möglichkeiten. Der Name Smaragd ist abgeleitet aus dem griechischen "smaragdos"= "grüner Stein". Durchsichtigkeit hat man nur bei allerfeinsten Qualitäten.  Ein Smaragd ohne Einschlüsse wäre eine absolute Rarität, den praktisch alle weisen sie einzigartige Geburtsmerkmale in Form von kleinen winzigen Risschen auf, die man in ihrer Gesamtheit als "Jardin", also Garten, bezeichnet. Oft verraten sie dem Gemmologen sogar ihre Herkunft. Weil viele Einschlüsse jedoch die Klarheit mindern können, versuchten schon vor Jahrhunderten indische Edelsteinhändler, mit farblosen Ölen oder Paraffin, in die sie die Smaragde eintauchten, diese Risschen für das bloße Auge beinahe unsichtbar werden zu lassen. Weil eine solche Behandlung auch wieder rückgängig gemacht werden kann, ist sie unbedenklich. Der Smaragd ist ohnehin ein Edelstein, der mit großer Sorgfalt getragen werden muss. In neuerer Zeit werden bei manchen Smaragden an Stelle der üblichen Öle auch gefärbte Öle oder farblose Kunstharze verwendet, welche im Stein aushärten und kaum mehr entfernt werden können.
Am begehrtesten ist ein tiefes Grün, welches selbst mit Einschlüssen wertvoller als eine blasse und nahezu lupenreine Qualität ist. Die Farbverteilung in einem Smaragd ist meist unregelmäßig, gefleckt oder gestreift. Wegen seiner Empfindlichkeit gegenüber Stoßbeanspruchung wurde für den Smaragd ein Treppenschliff entwickelt, bei dem die vier Ecken durch Facetten abgestumpft sind ( sog. Smaragdschliff ).Klare durchsichtige Qualitäten werden auch mit einem Brillantschliff versehen. Trübe Steine sind nur für den Cabochonschliff geeignet oder werden zu einer Kugel für Halsketten verarbeitet. Mitunter werden Smaragde sogar in Ihrer natürlichen Kristallform getragen.
Die bedeutendsten Lagerstätten gibt es in Kolumbien. Der wichtigste Fundort ist die Mine von Muzo, ca. 100 km nordwestlich von Bogota. Schon von den Inkas ausgebeutet, dann in Vergessenheit geraten, wurde sie im 17.Jahrhundert wiederentdeckt. Dort werden mitunter feinste Qualitäten in tiefgrüner Farbe gefunden. Aber von allen gefundenen Steinen ist nur ein Drittel schleifwürdig. Weitere bedeutende Lagerstätten sind in Brasilien, Simbabwe,  und Südafrika zu finden. Um 1830 wurden im Ural nördlich von Swerdlowsk Smaragd Lagerstätten gefunden, in denen aber nur vereinzelt gute Qualitäten gefunden werden.
Es gibt viele große  und bekannte Smaragde, welche in Wert und Berühmtheit den Diamanten und Rubinen nicht nachstehen. So befinden sich im British Museum of Natural History, im American Museum Museum of Natural History, im russischen Staatsschatz sowie im persischen Kronschatz Prachtexemplare von mehreren hundert Karat.

 

Spinell

Spinelle


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Der Spinell  wurde erst vor 150 Jahren als eigenständiges Mineral, als Edelstein erkannt. Vorher wurde er zu den Rubinen gezählt, mit denen er auf der Lagerstätte auch gemeinsam vorkommt. Daher sind einige früher als Rubin angesprochene berühmte Edesteine in Wahrheit Spinelle. So zum Beispiel der 5 cm lange, ovale "Black Prince`s Ruby" in der englischen Königskrone wie auch der 361 ct schwere "Timur Ruby". Auch die tropfenförmigen Spinelle in der Wittelsbacher Krone von 1830 galten als Rubine. Über die Herkunft seines Namens gibt es unterschiedliche Meinungen, aber genaue Aussagen gibt es nicht. Die seltensten und darum auch kostbarsten Spinelle sind leuchtend rot, daneben gibt es zahlreiche Farbvariationen, vor allem Pastelltöne von Hellrot über Violett bis Blau. Spinelle stammen hauptsächlich aus Myanmar ( Burma ) und Sri Lanka, wo sie in den gleichen Minen wie Rubin und Saphir gefunden werden. Dies erklärt auch, weshalb viele große und bekannte "Rubine" in Wirklichkeit Spinelle sind. So ist zum Beispiel auch der "Rubin des schwarzen Prinzen" in einer enlischen Königskrone ein Spinell. Spinelle in feinen Qualitäten werden selten gefunden, weshalb man sie nicht oft im Handel oder gar in Schmuck gefasst trifft, obwohl sie mit Härte 8 hart und dauerhaft sind. Spinelle werden lediglich geschliffen, ansonsten nicht behandelt.

 

Südsee - Zuchtperle

Südseeperlen


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Die Südsee-Zuchtperlen wurden früher auch als "Austral"-Perlen bezeichnet. Erst in den Jahren nach 1952 hat sich die Zucht der Südseeperlen im pazifischen Raum und an der australischen Nord-West-Küste ausgebreitet. Südsee-Zuchtperlen sind den Tahiti Perlen sehr ähnlich. Diese Perlen können in den gleichen Gewässern wie die Tahiti Zuchtperlen gezüchtet werden, jedoch wird als Auster die Muschel " pinctada maxima" verwendet. Südsee-Zuchtperlen sind wie Akoya Perlen, jedoch werden Größen von 8 - 22 mm erreicht, es kommen Farben von weiß, goldgelb, bis hell, blaugrau vor. Gezüchtet wird diese Perle außer in der Südsee auch am Roten Meer auf den Philippinen, Polynesien, Burma und im Golf von Siam in Thailand. Die qualitativ hochwertigsten und schönsten Perlen kommen jedoch fast nur aus Australien. In der Regel werden die Perlen nach 2 Jahren geerntet. Durchschnittlich wächst die Beschichtung durch Perlmutt um 1,4 - 1,8 mm pro Jahr.

 

Süsswasser - Zuchtperle

Süsswasserzuchtperlen
Flatperlen


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Süsswasser-Zuchtperlen sind Perlen die in Binnengewässern gezüchtet werden. Die Biwa-Zuchtperle aus dem größten japanischen Süßwassersee dem Biwa-See ist hier die bekannteste. Die meisten Süßwasserperlen kommen heutzutage aus China. Anfang der 60er Jahre wurden die ersten kernlosen Süßwasserzuchtperlen, die "Biwakoperlen", heute Biwa-Zuchtperlen gezüchtet und in den Handel gebracht. Hierbei wurden bis zu 30 kleine Stücke fremdes Epithelmaterial in die Muschel Hyriopsis Schlegeli eingepflanzt. Diese Perlen sind meist barock, bis unförmig (Reiskorn), da kein runder Kern eingepflanzt wurde.
Durch verbesserte und veränderte Zuchtverfahren ist es inzwischen möglich, semirunde Perlen bis zu 12mm Größe mit feinem Lüster zu züchten.
Dazu werden geerntete Perlen mit neuem Epithelmaterial ein zweites oder auch drittes Mal in eine Perlauster eingepflanzt. Das Ergebnis sind Perlen von schöner Qualität, in den Farben silberweiß, leicht creme, lachsfarben, bis zum dunklen Aubergine.
Jedoch kann durch dreimaliges Einsetzen die Perle wieder eine unregelmäßige Form bekommen, sie kann auch vollkommen Bizarr werden (Flatperlen) und an der Schaleninnenseite festwachsen. Diese großen fantasievollen Gebilde in verschiedenen Farben lassen sich für Schmuckzwecke hervorragend weiterverarbeiten.
In neuerer Zeit werden Süßwasserperlen auch mit Kern gezüchtet, sie haben eine leicht ovale, bis vollrunde Form, leicht cremefarben, und sind der japanischen Salzwasserzuchtperle sehr ähnlich.
Die Perlauster Hyriopsis Schlegeli kann in ihrer Lebenszeit  bis zu 80 Jahre alt und mehrmals zur Perlenzucht verwendet werden. Sie stirbt nach der Ernte nicht ab.

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