Rubin
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Der blutrote Rubin ist einer der
wertvollsten Edelsteine, er gehört zur Gruppe der Korunde. Seinen Namen trägt er wegen
seiner roten Farbe ( lat. rubens ).In der Zeit vor 1800 nannte man ihn auch
Karfunkelstein. Er ist seit jeher ein Symbol für feurige Liebe, Leidenschaft, Macht und
verschwenderischen Reichtum. Am begehrtesten ist die sogenannte Taubenblutfarbe, reines
Rot mit einem Stich ins Bläuliche. Von Natur aus intensiv gleichmässig rot und klar sind
aber nur die wenigsten Rubine. Deshalb ist es seit Jahrhunderten üblich, dass bereits in
den Ländern ihres Vorkommens durch kontrolliertes Erhitzen Farbe und Klarheit verbessert
werden. Bei Rohsteinen wirkt der der Rubin stumpf und fettig, geschliffen zeigt er einen
Glanz fast wie der Diamant. Anders sieht es bei weniger wertvollen Rubinen aus, sie weisen
oberflächliche, winzige Risschen und kleine Grübchen auf, die beim Erhitzen mit einer
glasartigen Substanz ausgefüllt werden.
Der Rubin ist nach dem Diamant das härteste Mineral, wenn auch nur 1/140 so hart wie
jener, aber wiederrum siebenmal härter als der Topas, dem nachfolgenden Mineral in der
Mohsschen Skala, welche die natürliche Härte der Minerale angibt bzw. einteilt .
Einschlüsse sind häufig. Sie bedeuten keine Qualitätsminderung, sondern sind geradezu
der Echtheitsnachweis für Naturrubine gegenüber den Synthetischen Steinen. Die Art der
Einschlüsse ( Mineralien, Kanäle oder andere Hohlräume ) gibt vielfach Hinweis auf die
Lagerstätten. Eingeschlossene Rutilnadeln bewirken entweder einen zarten Schimmer ( Seide
genannt ) oder, bei entsprechendem Cabochonschliff einen Katzenaugeneffekt oder den sehr
geschätzten Asterismus mit einem sechsstrahligen Stern, der beim Bewegen des Steins über
die Oberfläche hinweggleitet.
Die bedeutendsten Lagerstätten der begehrten Steine sind Birma, Thailand, Ceylon und
neuerdings auch Kenia und Tansania. Des weiteren findet man Lagerstätten von geringerer
Bedeutung in Afghanistan, Australien, Brasilien, Kambodscha, Kenia, Madagaskar, Pakistan,
Simbabwe und den USA. Kleine Rubinlagerstätten gibt es auch in der Schweiz und in
Norwegen.
Der Rubin gehört zu den teuersten Edelsteinen. Große Rubine sind seltener als
vergleichbare Diamanten. Der
größte Rubin der geschliffen wurde wog 400 ct, er wurde in Birma gefunden und in drei
Teile zerlegt. |