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Peridot

Peridot


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Schon die alten Ägypter begehrten das einmalige Grün des Peridots. Was der aus dem griechischen stammende Name bedeutet ist ungewiß. Vielleicht nimmt er Bezug auf den Flächenreichtum seiner Kristalle. In der Mineralogie ist der Name Olivin ( wegen der olivgrünen Farbe ) gebräuchlicher.
Der Glanz des Peridot ist mit Glas zu vergleichen, wirkt aber etwas öliger. Da dieser Stein bei starken Spannungen zu zerspringen droht, wird er bei der Schmuckherstellung in eine Metallunterlage eingefasst.
Im Mittelalter wurde er viel für kirchliche Zwecke verwendet. In der Zeit des Barocks war er der Lieblingsstein dieser Epoche. Wegen der nicht sehr großen Härte hat er im heutigen Handel eher eine zweitrangige Rolle zu spielen. Beliebt sind der Tafel- und der Treppenschliff, gelegentlich findet man auch einen Peridot im Brillantschliff, gefaßt werden sie bis auf wenige Ausnahmen nur in Gold.
Der größte geschliffene Peridot wiegt 310ct, er stammt von der Insel Zebirget (St.John) und befindet sich im Smithsonian Institut in Washington. In Rußland gibt es geschliffene Peridote, die aus einem 1749 in Ostsibirien niedergegangen Meteorit stammen.
Die wichtigste Lagerstätte befindet sich im roten Meer, auf der Vulkaninsel Zebirget, ca. 300km östlich von Assuan. Dort wurden schon vor 3500 Jahren Edelsteine der Mutter Erde entrissen. Weitere Fundstätten befinden sich in Oberbirma, nordöstlich von Mogok. Weniger Lohnenswert sind dagegen die Funde in Australien, Brasilien oder Südafrika. In Europa gibt es funde in Norwegen.

 

Perlen / Zuchtperlen

Perlen


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Die Bedeutung des Namens Perle ist nicht gewiß, vielleicht wurde er von einer Muschelart ( lat."perna" ) oder von der kugeligen Form ( lat."sphaerula" ) abgeleitet. Perlen bilden sich in austernartigen Meeresmuscheln, einigen Süßwassermuscheln, vereinzelt aber auch in Schnecken. Sie entstehen als Ergebnis einer Reaktion gegenüber Fremdkörpern, die zwischen Muschelschale und Mantel oder gar in das Innere des Mantels eingedrungen sind. Die äußere Haut dieses Mantels, das Epithel, baut normalerweise durch Perlmutterausscheidungen die Muschelschale auf, umschließt aber auch gegebenenfalls alle Fremdkörper in diesem Bereich.
Und solch eine Abkapselung führt zu einer Perle.
Die perlerzeugenden Meeresmuscheln leben in langgestreckten Muschelbänken nahe der Küste in etwa 15 m Tiefe. Sie haben einen ungefähren Durchmesser von 8cm und ihre Lebensdauer beträgt ca.13 Jahre.Das wichtigstes Vorkommen mit bester Qualität der gefunden Perlen befindet sich im Persischen Golf. Hier wurde schon im Altertum nach Perlen gefischt. Nach diesem Fundort werden alle natürlichen Meerwasserperlen, ohne Rücksicht auf die Herkunft, im Handel als Orientperlen bezeichnet. Weitere wirtschaftlich bedeutende Fundstätten befinden sich vor den Küsten Mittelamerikas und Nordaustraliens.
Die Gewinnung der Perlmuschel erfolgt durch Taucher, vornehmlich Frauen. Nur jede 30. bis 40. Muschel birgt eine Perle in sich. 1958 wurden in Ceylon versuchsweise Schleppnetze eingesetzt. Die Folgen waren verheerend, weil man damit den Nachwuchs fast völlig vernichtete.
Von Schnecken, die Perlen liefern ist die Trompetenschnecke am bekanntesten. Ihr Erzeugnis ist seidig glänzend und porzellanartig. Im Handel findet diese Perle keinerlei Bedeutung. Ebenso wirtschaftlich ohne Gewicht ist die Gewinnung von Perlen in Flüssen (Flußperlen). Sie sind selten von guter Qualität. Süßwasserperlmuscheln gibt es in den Breitenlagen des gemäßigten Klimas. In den skandinavischen Ländern und in Mitteleuropa stehen sie unter Naturschutz.
Im Mittelalter hatte die Perlgewinnung in den Flüssen des Erz- und Fichtelgebirges, der Pfalz, des Bayerischen und des Böhmerwaldes wie auch der Lüneburger Heide eine gewisse Bedeutung. Durch Verunreinigung der Gewässer sind die Perlmuscheln hier weitgehend ausgestorben. Erste Züchtungen wurden bereits im 13. Jahrhundert vorgenommen.
Das Gewicht von Perlen wird in grain (lat.: "granum"= Korn) angegeben, wobei ein Grain 0,05 g bzw. 0,25 ct entspricht, das aber im Handel zunehmend durch Karat ersetzt wird.
Für die Bewertung einer Perle ist die Größe, die Form, der Lüster, die Farbe und die Reinheit der Oberfläche ausschlaggebend, wobei die einzelnen Kriterien das gleiche Gewicht haben.

Unter Lüster wird der feine weiche Glanz verstanden. Er wird durch einen schillernden Überzug mit winzigen Perlmuttkristallen geprägt. Je stärker diese Perlschicht, um so strahlender der Lüster und um so wertvoller die Perle
Der Lüster ist abhängig von der Beschichtung mit Perlmutt und ist das "Leben" einer Perle. Ein schönes Lüster entsteht durch einen starken Glanz und der Reflexion auf einer dichten Oberfläche und der feingegliederten regelmäßigen Wuchsstruktur des Perlmutts. Niedrige Perlqualitäten sind erkennbar am stumpfen seidenmatten Glanz.
Die Oberfläche ist mehr oder weniger mit natürlichen Unregelmäßigkeiten versehen, sollte keine störenden Einwachsungen, Narben oder matte Flecken haben, je glatter und gleichmäßiger die Oberfläche um so wertvoller ist eine Perle. An qualitativ guten Perlen dürfen an den Bohrungen keine Risse oder Ausbrüche zu erkennen sein.
Die Form der Perle ist sehr selten absolut rund, daher sind diese Perlen auch entsprechend teuer. Von "semirund" spricht man, wenn die Perle nicht ganz 100%ig rund und nur ganz leicht abgeflacht ist. Barockperlen sind mehr oder weniger starke tropfenförmige Perlen. Der Querschnitt einer Buttonperle entspricht in etwa einem Oval. Aber gerade am Charme einer Barockperlkette mit einem schönen Lüster erkennt man die Exklusivität der Natur, da Imitate immer aus exakt runden oder symmetrisch unebenen Perlen bestehen.
Die Größe ist ein entscheidendes Kriterium zur Preisbestimmung. Sie schwankt von 2 - 10,5 mm. Da es bei der Züchtung von  Perlen über 8 mm zu hohen Ausfällen kommt steigt der Wert dann überproportional an. Bei 9 mm Akoya Zuchtperlen sind nur etwa 40 % für Schmuckzwecke verwendbar.
Die Farbe einer Perle gliedert sich in die Grundfarbe der Perle, die "Körperfarbe" und den "Oberton".
Er ist am besten zu erkennen, wenn man die Reflexion der Zuchtperle unter diffusem Licht betrachtet. Ein beliebter Überton ist pink rose, helles creme rose, er verbessert den Farbgrad der Perle entscheidend, gleich welche Körperfarbe die Zuchtperle besitzt.
Zur Farbauswahl beim Kauf Ihrer Perle, sollten Sie die Perle oder Perlkette wahlweise unter Kunstlicht und normalem Tageslicht betrachten. Sie werden starke Unterschiede im Farbton feststellen. Da im Kunstlicht die Rotanteile überwiegen, betont es auch relativ weiße Perlketten ins rose, dagegen erscheinen diese Perlketten im Tageslicht fast kalkweiß.


Perlpflege

Perlen sind empfindlicher als die meisten Edelsteine. Aus diesem Grund sollte man Perlen nicht mit anderem Schmuck zusammen aufbewahren. Leicht kann durch den Transport die Perle durch andere Materialien wie Gold, Silber und Edelsteine zerkratzt oder in anderer Weise beschädigt werden. Eingeschlagen in ein weiches Tuch, ist die Perle auch auf Reisen gut geschützt.
Perlen dürfen nicht mit Parfümen, Haarspray, scharfen Reinigungsmitteln, oder anderen Chemikalien wie Zitronensäure, Essig, kohlensäurehaltigem Wasser in Berührung gebracht werden, da sie die organische Substanz der Perlen sehr schnell angreifen.
Auch sollte es vermieden werden, Perlen lange starkem Sonnenlicht und hoher Wärme auszusetzen. Sie verlieren dadurch sehr bald ihren schönen Glanz und die natürliche Farbe kann dabei ausbleichen, schlimmstenfalls trocknet die Perle von innen her aus.
Da der Säuremantel der menschlichen Haut den Perlen schaden kann, sollte man hochwertige Perlen nach dem Tragen kurz mit lauwarmem Wasser, das einen kleinen Schuss mildes Geschirrspülmittel enthält, abwaschen  und  gut unter fließendem Wasser nachspülen, anschließend mit einem sauberen Tuch nachtrocknen .
Als sogenannte Perlenkur bietet es sich an, ab und zu die Perlen in leicht salzhaltigem Wasser zu baden. Ganz wichtig nach dem Waschen von Perlketten, ist das gute Trocknen, damit die Perlseide nicht über längere Zeit nass, bzw. feucht bleibt, wodurch sie schnell mürbe wird. Ist die Gefahr durch Schweiß und  Parfüme  sehr groß, dann die Perlen nach dem Reinigen ab und zu leicht mit Olivenöl einreiben. Dieses erhält die organischen Substanzen in der Perle und schützt sie vor Säureangriffen.
Wir empfehlen, die Perlkette einmal im Jahr im Fachgeschäft reinigen und kontrollieren zu lassen, und je nach Bedarf wird diese fachgerecht und neu auf Spezialseide aufgezogen.
Diese Perlseide besteht aus einer Kombination von Natur- und Kunstseide. Größere und hochwertige Perlen werden auf diesem Faden gereiht, mit einem Knoten zwischen jeder einzelnen Perle, um sie vor gegenseitiger Reibung zu schützen, und andererseits vor dem Verlust von Perlen zu bewahren, sollte die Perlseide reißen.
An diesen Knoten lässt sich die fortschreitende Abnützung des Fadens sehr gut erkennen. Sobald die Perlseide ihre Farbe verändert, die Knoten zwischen den Perlen gequetscht und fransig aussehen, die Abstände zwischen den Perlen sich merklich vergrößern, sollte die Perlkette möglichst bald neu gereiht werden.
Somit gehen Sie nie das Risiko ein, dass Ihnen Ihr Collier im unpassenden Augenblick reißt. Kleinere Perlen oder spezielle Perlformen werden in der Regel wegen der besseren Optik nicht geknotet.

AKOYA - Perlen
ABALONE - Perlen
TAHITI - Perlen
KESHI - Perlen
SÜDSEE - Perlen
MABE - Perlen
RED SEA PEARL - Neue Perlen
SUESSWASSER - Perlen
CONCH - Pink - Perlen

 

 

Platin & Palladium

Platinuhr


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Platin ist in der Geschichte der Uhren und Schmuckindustrie ein sehr junges Metall. Bis ins 18. Jahrhundert spielte Platin nur in der Schmuckherstellung eine Rolle. Dies änderte sich, als 1795 Masse international genormt wurden. Man suchte nach einem unveränderlichen Material für die metrischen Standards Urmeter und Urkilogramm. Platin eignete sich aufgrund seiner geringen Wärmeausdehnung.
1590 fanden spanische Konquistadoren in den Flüssen Ecadors silberfarbene Nuggets, die sie Platinas (Silberchen) nannten. Erst 1750 erkannte W.Watson, dass es sich um ein selbstständiges Element handelte. Rund 50 Jahre später wurden auch die Platinbegleitmetalle entdeckt: Palladium, Rhodium, Iridium, Osmium und Ruthenium. Schon im alten Ägypten wurde Platin verarbeitet, wie der vermutlich älteste Fund aus der Zeit um 680 v. Chr., die Urkundenschatulle der Priesterin Schapenapit, beweist. Etwa zur selben Zeit wurde Platin von den Inkas in Ecuador verarbeitet. Mit einfachen Mitteln verstanden sie es dem sehr hohen Schmelzpunkt des Metalls (1773°C) Herr zu werden. Auf Holzkohle wurden Rohplatinkörner mit Goldstaub bedeckt und dann mit der Luftzufuhr über ein Blasrohr erhitzt. Das bei 1060°C schmelzende Gold bildete eine Verbindung zwischen den festen Platinkörnern. Dieses Verfahren wurde wiederholt mit nachfolgendem Kaltschmieden des Materials. Der Platin-Gold-Gehalt lag bei etwa 60% zu 40%.In der heutigen Zeit behauptet das weißgraue Edelmetall eine bevorzugte Stellung bei hochwertigem Juwelenschmuck. Besonders mit Diamanten harmoniert es hervorragend. Seine Gebrauchseigenschaften sind über jeden Zweifel erhaben.
Juwelierplatin weißt hohe Feingehalte von 950/000 bis 960/000 auf und wird mit seinem chemischen Symbol Pt gestempelt. Als Legierungselement finden häufig die Verwandten des Platins, wie Rhodium, Iridium, Palladium und Ruthenium Verwendung, aber auch zum Teil die unedlen Metalle Kupfer, Wolfram oder Kobalt. Die Dichte dieser Legierungen liegt mit über 20 sehr hoch. Dies und der Materialpreis machen den Platinschmuck extrem teuer. Bedingt durch den hohen Schmelzpunkt, erfordert die Verarbeitung von Platin besondere Werkstatteinrichtungen, was den Schmuck nochmals verteuert.
Durch eine Vielzahl einzigartiger Eigenschaften finden Platin und seine Begleitmetalle die unterschiedlichsten Verwendungen in Technik, Chemie und Medizin. Ohne die technische Nutzung der katalytischen Wirkung des Platins, wären heute 18% der Konsumgüter nicht denkbar. In der Erdkruste nur gering enthalten, vermutet man im hypothetischen Eisenkern der Erde gewaltige Mengen dieses Metalls, allerdings unerreichbar.

Palladium, ein Edelmetall welches zur Gruppe der Platinmetalle gehört, weißt ähnlich hervorragende Gebrauchseigenschaften wie Platin auf. Besonders attraktiv sind seine silberweiße Farbe und der günstigere Preis im Vergleich zum teureren Platin. Zwar ist Palladium ähnlich teuer, da es aber kaum mehr als die Hälfte wiegt, reduzieren sich die Materialkosten erheblich.

 

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