Opal
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Ein ganz besonderer Edelstein ist
der Opal. Er war der Lieblingsstein von Königen und Kaisern, und er erfreut sich auch
heute noch allergrößter Beliebtheit.
Bei den Opalen (der Name stammt aus Indien und bedeutet -Stein-) unterscheiden wir
drei Gruppen: die schillernden Edelopale, die gelbroten Feueropale und die weit
verbreiteten Gemeinen Opale ( Gewöhnliche Opale).
Das besondere an den Edelopalen ist ihr "Opalisieren", ein
regenbogenartiger Schiller, der sich je nach Blickwinkel verändert. Noch in den 60er
Jahren erklärte man dies mit einer Lichtbrechung an feinsten Lamellen. Das
Elektronenmikroskop zeigt bei 20000facher Vergrößerung die wirkliche Ursache: kleine
Kugeln ( zehntausendstel Millimeter Durchmesser ) aus dem Mineral Cristobalit, in einer
Kieselkegelmasse eingelagert, bewirken Reflexions- bzw Interferenzerscheinungen.
Der Opal enthält immer etwas Wasser, der Gehalt schwankt zwischen wenigen und
30%.Mit der Zeit kann der Stein sein Wasser verlieren, dadurch rissig werden und sein
Opalisieren vermindern. Durch Tränken mit Öl, Walrat oder Wasser verschwinden die Risse
vorübergehend.
Früher galt der Edelopal in Europa als Unglückstein, im Orient dagegen galt er
als Sinnbild von Treue und Hoffnung.
Sehr dünne Edelopale werden mit gemeinem Opal oder Onyx unterlegt:
Opal-Dublette oder Edelopal. Bei Trippletten wird außerdem noch eine
schützende Schicht Bergkristall aufgeklebt.
Bis zur Jahrhundertwende lieferten die Andesitlaven von Cervenica im äußersten
Osten der CSFR die besten Qualitäten. Dann wurden die Australischen Lagerstätten
bekannt. Weitere Fundstätten gibt es in Brasilien, Guatemala, Honduras, Japan und USA.
Der Feueropal hat seinen Namen nach seiner orangen Farbe. Er zeigt nicht wie sein
Verwandter, der Edelopal dieses Opalisieren, sondern er ist meist Milchig trüb.
Allerfeinste Qualitäten sind auch klar durchsichtig. Der Feueropal ist gegen jede Art der
Beanspruchung sehr empfindlich. Die Bedeutendsten Lagerstätten befinden sich in Mexico,
gefolgt von Brasilien, Guatemala, Honduras, der USA und Westaustralien.
Meist undurchsichtig, ohne Farbenspiel und weitverbreitet ist der "Gemeine
Opal". Man findet für Ihn viele Handelsnamen, zB: Glasopal oder Hyalith (
farblos,durchsichtig ), Holzopal ( Versteinertes Holz ) oder auch Honigopal ( wegen seiner
honiggelben Farbe ). |