Keshi Perlen
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Bei der Perlenzucht wird ein runder Kern aus
Perlmutt, gewonnen aus der Schale einer anderen Muschel, zusammen mit einem kleinen Stück
fremden Gewebematerials in das Bindegewebe der Mutterauster eingepflanzt. Im Idealfall
überzieht die Mutterauster den Fremdkörper allmählich mit perlmuttbildenden
Epithelzellen, feinen Schichten von Perlmuttsubstanz, die konzentrisch über den Kern
gelegt werden. Auf diese Weise entsteht eine Zuchtperle.
Manchmal stößt die Mutterauster den eingepflanzten Kern jedoch auch ab. Wenn sich das
eingepflanzte fremde Gewebestückchen dennoch an anderer Stelle in der Muttermuschel
absetzt und um sich selbst herum Perlmuttsubstanz absondert, entsteht hier langsam eine
kornform-ähnliche Perle. Perlen dieser Gattung sind allgemein unter ihrem japanischen
Namen "Keshi" (Mohnsamenkorn) bekannt. Keshi weisen einen Durchmesser von 2-8 mm
auf.
Diese Perle in die richtige Kategorie einzuordnen ist schwierig. Sie entsteht wie eine
echte Perle, gefunden wird sie jedoch als Nebenprodukt der Akoya- bzw. Südsee Perlzucht.
Die naheliegendste Bezeichnung wäre deshalb:
"Im Meerwasser durch Zufall entstandene Zuchtperle ohne Kern". |