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Diamant

Diamant


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Die härteste natürliche Materie unserer Erde fasziniert uns Menschen schon seit Jahrtausenden, es ist der Diamant. Den Namen bekam er von seiner Härte ( griechisch.adamas- der Unbezwingbare ). Von allen weltweit gefundenen Diamanten, sind nur etwa 20% für die Weiterverarbeitung in der Uhren und Schmuckbranche geeignet. Der Hauptteil wird in der Technik verwendet. Solche Industriediamanten sind für Bohrkronen, Fräsgeräte, Glaserwerkzeuge, Schleifscheiben wie auch in der wissenschaftlichen Anwendung bei Meßtechnik und Härteprüfung unentbehrlich.
Die Qualitätsbewertung der Schmuckdiamanten, die sehr viel Fachkenntnisse und Erfahrung erfordert, berücksichtigt Farbe ( engl.colour ), Reinheit ( engl.clarity ), Schliff ( engl.cut ) und Gewicht ( engl.carat ). Ein Carat entspricht einem Gewicht von 0,20 Gramm. Diese vier " c " machen den Wert eines Diamanten aus.
Seine Unvergänglichkeit macht ihn zum Symbol für Beständigkeit, Zuneigung und Liebe. Aber erst der perfekte Schliff verleiht ihm seine unvergleichliche Brillanz, sein Feuer und sein Funkeln. Wird er rund geschliffen und mit 58 Facetten versehen, dann nennt man ihn Brillant. Je farbloser und freier von inneren Merkmalen ein Diamant ist, desto kostbarer und wertvoller ist er. Natürliche Einschlüsse mindern wohl den Wert, gleichzeitig sind diese aber auch Echtheitsmerkmale. Größere und dunkle Einschlüsse können die Brillanz mindern.
Wie bei den meisten Edelsteinen gibt es auch bei Diamanten die verschiedensten Farbnuancen. Völlig farblose oder intensiv naturfarbene Diamanten von Gelb über Braun bis Rosa und Blau sind außerordentlich selten und erzielen deshalb auch Spitzenpreise bei Liebhabern. Doch auch hier kann der Mensch durch Bestrahlen und anschließendes Erhitzen eingreifen und damit die natürliche Farbe des Diamanten verändern. Künstlich bestrahlte Diamanten sind meistens gelb, blau oder seltener rosa und viel preisgünstiger.
Der größte Diamant, der jemals geschliffen wurde, ist der Cullinan I. Er wurde neben 104 anderen Steinen aus dem größten je gefundenen Rohdiamanten von 3106ct., dem Cullinan ( nach Sir Th. Cullinan, dem Vorsitzenden einer Minengesellschaft ) von der Firma Asscher in Amsterdam 1908 geschliffen. Er schmückt das Zepter König Edwards VII. und wird im Tower von London aufbewahrt. Er wird auch Stern von Afrika genannt.
Diamanten werden hauptsächlich in Südafrika, Brasilien, Namibia, Rußland ( östliches Sibirien ) und Indien gefunden. Gegenwärtig ist Australien der bedeutendste Diamantenproduzent der Welt.
In der nachfolgenden Tabelle möchten wir Ihnen die verschiedenen Reinheits- und Farbgrade etwas näher erläutern.

CUT (Schliff)

COLOUR (Farbe)
Brillant-Schliff

Brillantschliff

Marquise-Schliff

Marquiseschliff

Tropfen-Schliff

Tropfenschliff

Herz-Schliff

Herzschliff

Prinzeß-Schliff

Prinzeßschliff

Smaragd-Schliff

Smaragdschliff

Hochfeines Weiß

Brillantschliff

Feines Weiß

Weiß

Leicht getöntes W.

Getöntes Weiß

Getönt

CLARITY (Reinheit)

CARAT (Karat)

Lupenrein

winzige Einschlüsse

sehr kl.Einschlüsse

kleine Einschlüsse

Einschl. mit bloßem Auge erkennbar

0,20 Karat

0,25 Karat

0,50 Karat

0,75 Karat

1,00 Karat

Brillantschliff


 

Doublè oder Plaquè


Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten der Vergoldung: Die weitaus ältere und bis in jüngste Zeit auch hochwertigere ist das Doublè (auch Doublee). Bei der Doublè-Herstellung wird eine Goldlegierung (niemals Feingold) in heißem Zustand (bei 800°C) auf unechtes Material (Messing, Tombak) aufgewalzt. Damit sind die Begriffe Walzgold, Walzgold-Doublè (etwa so logisch wie rundes Rad) erklärt. Da Doublè sehr haltbar ist, spricht man von Hartvergoldung. Hinsichtlich der bei der Herstellung von Doublè verwendeten Feingoldmenge (also dem in der Legierung enthaltenen reinen Gold) gibt es Unterschiede, für die in Frankreich besondere Namen gebräuchlich sind. So werden beispielsweise für amerikanisches (oder Amerikaner-) Doublè 10-12 Gramm Feingold pro Kilogramm verwendet. Bei Union- (Double), das früher meistens für Taschenuhrgehäuse verwendet wurde, sind es 50 Gramm Feingold.
Eine andere Möglichkeit der Vergoldung ist das Galvanisieren, ein elektrochemisches Verfahren. Dabei wird in einem stromleitenden Bad (Elektrolyt) ein Stromkreis hergestellt, in dem ein Stück der für die Vergoldung vorgesehenen Goldlegierung den Pluspol (Anode) bildet. Am Minuspol (Kathode) wird der zu vergoldende Gegenstand (Uhrgehäuse, Schmuckstück) aufgehängt. Die Wirkung des elektrischen Stromes im Elektrolyten löst Goldteile von der Anode ab, die sich auf der Kathode wieder festsetzen. Der Nachteil dieser Vergoldung war immer deren geringe Haltbarkeit. In jüngster Zeit sind aber Verfahren entwickelt worden, die eine längere Lebensdauer von galvanischen Vergoldungen gewährleisten. Die zugehörigen Bezeichnungen sind gold plated, electroplated, goldfilled und plattiert. Die Goldstärke wird meist nur berechnet.

 

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