Bernstein
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Berstein ist die Fossilisation von Baumharzen
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Ostsee, der von Russland über Polen bis nach Dänemark reicht. Hier wurde Bernstein schon
seit jeher gewonnen. Der baltische Bernstein ist die bedeutendste bisher bekannte
Bernsteinlagerstätte. Sie hat bisher die größte Menge des Bernsteins geliefert und ist
am besten erforscht. Gefunden wird der baltische Bernstein an den Küsten der Ost- und
Nordsee und im Samland in der "blauen Erde". Erwähnenswert ist auch die
Dominikanische Republik, wo man blauen Bernstein findet.
Entstanden ist der baltische Bernstein im Alttertiär im Raum Mittelschweden / Finnland.
Die genauen Grenzen des Entstehungsgebiets sind nicht bekannt, da durch die nachfolgenden
erdgeschichtlichen Ereignisse keine primären (autochthonen) Lagerstätten mehr
existieren. Als Harzlieferant diente Pinus succinifera, eine Sammelbezeichnung für die
harzliefernden Kiefernarten. Das Harz strömte aus diesen Kiefern, vermutlich nach
vorheriger Verletzung der Borke, trocknete ein und verhärtete sich.
Es sind verschiedene Flußformen bekannt, z. B. Tropfen, Massenströme und Schlauben.
Diese Schlauben entstanden durch schubweisen Harzfluß und sind von besonderem
paläontologischen Interesse, da sie die meisten Einschlüsse aufweisen. Die Schlauben
entstanden durch schubweisen Harzfluß. Dabei entstand bei jedem Schub eine klebrige
Oberfläche, die als Falle wirken konnte. Die eingefangenen Tiere wurden dann vom
nächsten Harzfluß übergossen und so eingeschlossen. Bernstein hat über Jahrmillionen
längst ausgestorbene Pflanzen- und Insektenarten konserviert und so ein Stück
Erdgeschichte erhalten. Der Name stammt aus dem Niederdeutschen und bedeutet
"Brennstein", da er brennt, wenn man ihn anzündet. Bernstein ist der Stein für
das Sternzeichen Zwillinge. Dieser altbekannte Stein hat viele Verwendungen
gefunden, in der Steinzeit diente er gar als Zahlungsmittel. Bei den Griechen wurde
er Elektronenstein genannt, da er sich elektrostatisch auflädt, wenn man ihn reibt.
Er ist sicher einer der weit verbreitetesten Schmucksteine, berühmt wurde z.B. das
sogenannte "Bernsteinzimmer", dass Preußen Anfang des 18then Jahrhunderts dem
Zaren Peter I schenkte. Es ist seit dem zweiten Weltkrieg verschollen. Zum schleifen von
Bernstein nimmt man trockenen oder mit Wasser angefeuchteten fein pulverisierten
Bimsstein. Man schleift damit die Flächen gleichmäßig eben und matt. Zum Polieren
trägt man Tripel mit reinem Spiritus auf einen wollenen Lappen oder Filz auf und reibt
damit, bis Hochglanz erzielt ist. Anstatt Tripel kann man auch geschlemmte Kreide oder
feinen Wiener Kalk verwenden. |