Seite - A -

 

Amethyst

Amethyst


berühren Sie das Bild um zu vergrößern

Der Amethyst ist der bekannteste und wohl auch der Begehrteste Edelstein aus der großen Gruppe der Quarze. Ihm werden übernatürliche Kräfte nachgesagt. Angefangen beim Glücksbringer, über den glauben er würde seinem Träger Standfestigkeit verleihen. Bis zur Aussage, er schützt vor Zauberei und Heimweh reichen die Geschichten. Schon in den alten Hochkulturen dieser Welt wurden Amethyste in sakralen und profanen Preziosen gefasst. So enthält der Fischerring des Papstes einen tiefpurpurfarbenen Amethyst, der als einer der schönsten seiner Art in der Welt gilt.
Der Name "Amethyst" stammt aus dem griechischen und bedeutet wahrscheinlich - nicht betrunken-, der violettfarbene Edelstein galt als Amulett gegen Trunkenheit.
Die Amethystkristalle sind stets auf Unterlagen aufgewachsen. Diese Kristalle werden teilweise bei Temperaturen zwischen 470 und 750°C gebrannt. Durch dieses "Brennen" entstehen hellgelbe, rotbraune, grüne oder farblose Varietäten, welche dann natürlich auch in der Schmuckbranche zum Einsatz kommen. Manche Amethyste sind in Ihrer Farbgebung sehr empfindlich, sie bleichen bei Tageslicht aus. Durch eine Radiumbestrahlung ist die Ursprungsfarbe wiederherstellbar.
Natürlich gibt es auch vom Amethyst eine Synthese, welche reichlich auf dem Edelsteinmarkt vorhanden ist und schwer zu identifizieren  ist.
Man findet den Amethyst in Drusen, auf Klüften und Seifen. Die bedeutendsten Lagerstätten weltweit findet man in Brasilien, Madagaskar und in Uruguay. Von allen gefundenen Steinen werden die besten Sorten facettiert, die anderen Getrommelt oder zu kunstgewerblichen Gegenständen verarbeitet.

 

Aquamarin

Aquamarin


berühren Sie das Bild um zu vergrößern

Aquamarin, sein Name bedeutet "Wasser des Meeres", und damit beschwört er ein Bild von wunderbar reinem, klarem, blauem Wasser herauf. Der Aquamarin gilt als Glücksstein der Seefahrer.  Er ist dem Smaragd sehr nahe verwandt, doch im Unterschied zu ihm tritt er oft in großen, klaren Exemplaren auf, seine Farbverteilung ist gleichmäßiger und seine Durchsichtigkeit häufiger als beim Smaragd. Sein Spektrum reicht von fast farblos hellblau bis intensiv tiefblau, wobei das tiefe Blau am begehrtesten ist. Diese wundervollen Farben werden seit vielen hundert Jahren durch erhitzen auf über 400°C erreicht. Aquamarine sind von Natur aus oft eher grünlichblau. Hellgrüne und gelbliche Steine nennt man Berylle, denn mineralogisch gesehen ist der Aquamarin der blaue Beryll und der Smaragd der intensiv grüne Beryll. Der Aquamarin ist spröde und druckempfindlich. Typische Einschlüsse bei diesem Stein sind feine Hohlkanäle, an denen mitunter das Licht weiß reflektiert wird. Ist eine große Anzahl dieser Wachstumsröhrchen vorhanden, ist auch beim Aquamarin der Katzenaugeneffekt oder auch der Asterismus mit sechsstrahligen Stern möglich.
Dem Aquamarin sagt man nach, daß er seinem Träger Offenheit und die Zuneigung seiner Umgebung bringt. Er gilt als Ehestifter, der auch für den glücklichen Bestand der Ehe sorgen soll. Die Märzgeborenen haben ihn als Glücksstein gewählt, weil er Gerechtigkeit widerfahren läßt.
Aquamarin Lagerstätten gibt es auf allen Kontinenten. Die schönsten und wertvollsten Steine gibt es in den Minen von Brasilien, in denen aber die Fündigkeit mehr und mehr zurückgeht. Aber vor allem zählen Sambia, Simbabwe und auch Mocambique zu den großen Exporteuren.
Der größte schleifwürdige Aquamarin wurde 1910 in Mirambaya/Minas Gerais ( Brasilien ) gefunden. Er hatte eine Länge von 48,5 cm und einen Durchmesser von 41-42 cm. Sein Gewicht lag bei 110,5kg. Aus ihm wurden viele kleine Steine geschnitten. Es gibt zwar auch Funde von einigen Tonnen, aber diese Aquamarine sind undurchsichtig und grau, weshalb sie für Edelsteine nicht zu verwenden sind.
Der Aquamarin wird bevorzugt im Treppen- und Scherenschliff mit rechteckigen und lang-ovalen Formen geschliffen.

 

Automatik-Uhren

Automatikwerk


berühren Sie das Bild um zu vergrößern

Eine Uhr mit automatischem Aufzug nutzt die Fliehkraft und die Schwerkraft als Energiequelle. Ein halbkreisförmiges Gewicht, Rotor oder Schwungmasse genannt, zieht durch die Armbewegungen des Uhrenträgers das Federhaus auf. Dies geschieht über einen Zahnkranz (meist am Lagerpunkt des Rotors, seltener an seinem äußeren Rand) und ein Aufzuggetriebe am Federhaus. Zieht der Rotor in beide Richtungen auf, ist zusätzlich ein Wechsler zwischengeschaltet. Das letzte Rad des Automatikgetriebes steht mit dem Sperrad der Zugfeder in Eingriff.
Weil sich eine Automatik-Uhr stänig selbst aufzieht, hat die Zugfeder statt eines Endhakens eine sogenannte Rutschkupplung. Bei Vollaufzug rutscht die Feder nach, und ein Überspannen ist ausgeschlossen.

 

Anlaßfarben

Uhrwerk mit gebläuten Schrauben


berühren Sie das Bild um zu vergrößern

Stahlschrauben und -Zeiger in leuchtendem Blau werden bei aktuellen Uhren häufig zur Dekoration eingesetzt. "Gebläute" Stahlteile werden in einem aufwendigen Verfahren hergestellt.
Das Anlassen, das wegen der sich ergebenden Farbe in der Uhrmacherei auch Bläuen genannt wird, ist eine Wärmebehandlung von Metall. Das kurze Erhitzen des Metalls (meist zwischen 200 und 400° Celsius) dient dazu, die Sprödigkeit und Spannung aufzuheben, die durch das Härten oder Kaltschmieden im Metall aufgetreten sind. Das Anlassen macht also bearbeitetes Metall weicher und weniger spröde. Die Farben, die dabei entstehen, sind lediglich ein hübscher Nebeneffekt.
Bei der klassischen Methode zum Bläuen von Stahlschrauben werden die Schrauben aus gehärtetem Stahl erhitzt, wobei das Metall oxidiert. Im allgemeinen geschieht dies, indem Messingspäne erhitzt werden, in denen die Schrauben liegen. Bei steigender Temperatur verändert sich die Farbe des Stahls.
Schrauben können auch chemisch gebläut werden. Sie sind daran zu erkennen, daß sie deutlich dunkler als thermisch gebläute sind und an der Oberfläche stumpf wirken.

 

Akoya - Zuchtperlen

Akoyaperlen

Perlauster


berühren Sie das Bild um zu vergrößern

Sie ist die klassische Zuchtperle, die fast nur in Japan mit der Perlauster "pinctada martensi" gezüchtet wird. Durch die steigende Nachfrage nach schönen Perlen, verfeinerten die Japaner die Zucht dieser Perlen immer weiter. Diese Perlart ist ein Naturprodukt, was unter der Mitwirkung des Menschen entstanden ist. Sie wird seit Anfang des 20.Jahrhunderts gezüchtet. Der Name Akoya-Perle hat sich daher weltweit gefestigt. Etwa 90% des gesamten Perlhandels machen heute diese Perlen aus. Nach 3jähriger Anzucht sind die Austern ca. 7cm groß, ausgewachsen und werden zur Perlzucht verwendet. Die optimale Wachstumszeit für Akoya-Zuchtperlen beträgt 3-4 Jahre, die Perlmuttschicht beträgt dann etwa 0,9-1,2 mm. Die Form der Akoya - Perle ist rund, seltener tropfen- oder birnenförmig.
In den letzten Jahren hatten Japans Perlzüchter gewaltige Problem bei den Perlzuchten. Durch die fortschreitende Wassserverschmutzung, durch die Klimaerwärmung im Sommer, Wassertemperaturen an die 30 Grad und der Bedrohung der Austerkulturen durch Rotalgen. Als bei der zentralen Brutanstalt der Jungausternzucht auf Shikoku sich ein Virus ausbreitete, gingen die Zuchterfolge über 70 % zurück. Über 2000 Perlzüchter mußten ihre Betriebe schließen.
Nun hat man vor 2 Jahren damit begonnen, den Meeresboden in den Buchten der Perlfarmen zu reinigen, die Jungaustern werden nun dezentral von den Züchtern in jeder Region selbst aufgezogen. Von den Brutanstalten werden nur noch sog. Baby- Austern, drei Monate alt, in der Größe eines Fingernagels bezogen. So ist der Ausbreitung von Krankheiten nun ein gewisses Maß an Sicherheit gewährt. Auch bleiben die ausgewachsenen Austern somit später in gewohnten Gewässern. Aber der eigentliche Erfolg ist eine neue Auster die Kreuzung zwischen japanischer und chinesischer Akoya. Sie vereint die Vorteile beider Elternteile. Die chinesische Akoya erträgt höhere Wassertemperaturen, ist gegen Umwelteinflüsse robuster und kräftiger. Die japanische Akoya hat einen schöneren Lüster und die bessere Farbe, im Wuchs ist diese dagegen schwächer und weniger robust. Bei ersten Ernten im traditionellem Zuchtgebiet Ise ( die Wiege der Perlenzucht vor 100 Jahren) wurden Perlgrössen von 6-7 mm erreicht. Für größere Perlen fehlen zur Zeit noch die entsprechenden Jungaustern.

 

 

Abalone - Perlen

Abalone-Perlen


berühren Sie das Bild um zu vergrößern

Diese wohl abstrakteste und außergewöhnlichste aller Perlen, wird in der Schnecke "Haliotis Gigantea", zu deutsch Seeohr, gebildet,welche an die Form eines menschlichen Ohres erinnert. Sie wird ca. 12 cm lang. Diese sehr seltenen und interessanten Abalone Perlen schillern in den herrlichsten Farben, in sattem blau- grün und Gold. Die Formen sind bizarr bis unförmig. Das schmackhafte Fleisch der Haliotes wird in Ostasien als Delikatesse angeboten.
Fundorte befinden sich in Japan, Korea und im pazifischen Ozean.

 

HOME

zurück